Wir lesen – Unendlicher Spaß

unter dieser Überschrift eröffnet der geschätzte Torpedokäfer den gemeinsam ausgeheckten Plan, den ich der geneigten Leserschaft am liebsten mit den Worten des Käfers unterbreiten möchte:

Wir machen ein Experiment. Wir, das sind der Weltgeist und ich. Unabhängig voneinander haben wir in den vergangenen Wochen David Forster Wallace großen Roman „Unendlicher Spaß“ gelesen.
Der Verfasser hatte dabei eine lang nicht erlebte Lektürefreude; leider keine unendliche. In den kommenden Wochen wollen wir daher dem geneigten Publikum einige der schönsten Schmankerl dieses im besten Sinne wahnsinnigen Textes präsentieren. Es wird von Tennis und Terrorismus, Müllproblemen und Experialismus, bekannten und weniger bekannten Drogen sowie allem möglichen anderen die Rede sein. Und es wird die große Frage aufgeworfen werden, wie man die ganze USA als Sinnbild des Status quo der spätimperialistischen Welt aus der Perspektive einer provinziellen Tennisakademie darstellen kann.

Der Roman „Unendlicher Spaß“ erschien im Jahr 2009 in kongenialer Übersetzung Ulrich Blumenbachs auf dem deutschen Buchmarkt. Der Autor David Forster Wallace war da schon Tod. Er erhängte sich mit 46 Jahren in seinem Haus, nachdem er Jahre lang an Depressionen gelitten hatte. Will man in der Sprache des 1545-Seiten-Wälzers bleiben, muss man sagen: er hat sich Karte umdekoriert.

Seien Sie, verehrte Leserin und verehrter Leser, also gespannt. Und bleiben Sie uns gewogen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.


1 Antwort auf “Wir lesen – Unendlicher Spaß”


  1. 1 Apple 07. April 2011 um 10:25 Uhr

    Bin schon gespannt.

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